In den Startlöchern: Seacycling

Schippern wir bald per E-Tretboot über die Förde?

Mermade-Geschäftsführer Steffen Ehlert (links) und Vorstandsvorsitzender der Förde Sparkasse Götz Bormann präsentieren den „Seacycler“.

Seit ein paar Tagen steht ein 6 m x 2,5 m großer Glascontainer auf dem Parkplatz der Kieler Förde Sparkasse. Darin ist das erste E-Tretboot Deutschlands – der „Seacycler“ – ausgestellt. Das Start-Up „Mermade“ hat das erste Tretboot mit Elektroantrieb entwickelt und die Förde Sparkasse unterstützt das Projekt finanziell.

Der „Seacycler“ ist ein Tretboot, wie es jeder Mensch kennt, im Design eines schnittigen Motorboots und mit elektrischer Unterstützung. Wenn zwei Passagiere sportlich in die Pedale treten, schafft der Seacycler acht bis 12 Knoten, d. h. ca. 15 bis 20 km/h. Im September sollen die ersten Boote auf der Kieler Förde zum Einsatz kommen. Geplant sind außerdem Boote für den Individualverkehr und für touristische Ausfahrten. Nächstes Jahr soll das Modell in Serie gehen.

Das E-Tretboot funktioniert wie ein E-Bike, nur auf dem Wasser.

„Solche Überlegungen, die das Potenzial haben, Emissionen auch auf dem Wasser zu reduzieren, fördern wir sehr gerne“, sagt Vorstandsvorsitzender Götz Bormann. Die Lithium-Ionen Batterie ermöglicht einen Einsatz von ca. vier Stunden. Durch das Treten der Passagiere wird sie jedoch permanent nachgeladen. „Der Seacycler verwendet sogenannte Second-Life-Akkus aus der Automobilindustrie“, so Mermade-Geschäftsführer Steffen Ehlert. „Diese können dort mangels Leistung nicht mehr verwendet werden; für einen Tretbetrieb im Seacycler werden sie aber noch lange zu nutzen sein.“ 

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