TREIBHAUSGASEMISSIONEN IN LÜBECK SINKEN – ZU LANGSAM

Die Treibhausgas- oder auch CO2-Bilanz ermittelt, wie viele Tonnen Kohlendioxid und weitere klimarelevante Gase pro Jahr durch den Energieverbrauch verursacht werden. Dafür werden alle vier Jahre die Verbrauchsdaten für Wärme, Strom und Kraftstoff unter die Lupe genommen. Da zunächst alle Verbrauchsdaten vorliegen müssen, kann die Bilanz erst rund ein Jahr später erstellt werden. Insgesamt ergibt sich für die Hansestadt Lübeck für das Jahr 2019 eine Summe von etwa 1,5 Mio. Tonnen CO2eq. Dabei entfällt der größte Anteil an klimaschädlichen Emissionen mit etwa 630.000 Tonnen auf den Wärmesektor. Es folgen der Verkehr (ca. 400.000 t CO2eq) und die Stromerzeugung (ca. 380.000 t CO2eq).
Die ausgestoßene Gesamtmenge ist im Vergleich zur letzten Erhebung in 2015 um etwa 11 Prozent gesunken. „Das liegt vor allem am ‘grüneren’ Strommix in Deutschland und der Umstellung vieler Ölheizungen auf Gas“, erklärt Jan Goedecke aus der Klimaleitstelle. Im Verkehrssektor hat sich hingegen wenig getan. „Die Fahrzeuge werden zwar immer effizienter, aber die Anzahl an zugelassenen Pkws in Lübeck wächst“, führt Jan Goedecke weiter aus. Aufgeteilt nach den Verursachergruppen Haushalte, Wirtschaft, Verkehr und Stadtverwaltung ergibt sich das folgende Bild: Die meisten Emissionen verursacht die Wirtschaft, gefolgt von den Haushalten und dem Verkehr.

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