Die globale Bevölkerung lebt, als hätte sie 1,6 Erden zur Verfügung. Auch ohne ein Mathematikgenie zu sein, erkennt wohl jede*r, dass diese Rechnung auf Dauer nicht aufgeht. Um die Welt nicht völlig zu zerstören und unser Zuhause auch für unsere Nachkommen zu erhalten, müssen wir handeln – und zwar jede*r einzelne von uns.
Die folgenden Tipps helfen, den Alltag nachhaltiger zu gestalten.

Keine Macht dem Plastik

Plastik – der Stoff, aus dem Albträume sind.
Denn das Übel lauert überall. Die gute Nachricht ist: Ein Leben ohne den Kunststoff ist möglich, zumindest schafft es jede*r, seinen Konsum zu reduzieren:
Während des nächsten Einkaufs zum losen Obst und Gemüse statt zur Mehrfach-Plastikpackungen greifen. Auf diese Weise wählt man genau die Menge, die man auch verzehren kann, bevor die Lebensmittel verderben. Die natürlichen Produkte landen direkt im Einkaufskorb und nicht in der dünnen Plastiktüte.
Schließlich sind die meisten Lebensmittel ohnehin bereits ausreichend durch ihre Schale geschützt.

Nach losem Obst und Gemüse zu greifen, vermindert den Plastikkonsum. Kommen die Lebensmittel noch dazu aus der Region, verringert sich die CO2-Belsatung dank kürzerer Transportwege.

Kunststoff kann auch als Mikroplastik in Pflegeprodukten vorkommen. Daher lohnt sich der Griff zur Naturkosmetik, mindestens aber der Blick auf die Rückseite der konventionellen Ware. Der BUND-Einkaufsratgeber (Bundesverband für Umwelt- und Naturschutz) aktualisiert dazu laufend seine Liste. Da auch T-Shirts & Co. Plastik enthalten, sollte stets nur eine komplett gefüllte Waschmaschine laufen. Der geringe Platz vermeidet eine erhöhte Reibung und große Fallhöhe der Kleidung während der Rotation.
Das verringert den Abrieb von Mikroplastik. Das Flusensieb der Waschmaschine oder des Trockners nur im Restmüll entleeren, damit das gesammelte Mikroplastik nicht im Abwasser landet.

Der doppelte Spareffekt

Energie einzusparen schont das Ressourcenkonto, aber auch den Geldbeutel. Mit diesen Tipps gelingt die Win-win Situation für Mensch und Umwelt.
Wer während des Kochens den Deckel auf dem Topf lässt, spart Energie. Ohne Schutz entweicht die Hitze schneller und der Herd heizt stärker nach. Der Griff zum Wasserkocher lohnt sich. Das Gerät verbraucht weniger Strom als ein Herd, um den Siedepunkt zu erreichen und das sogar in noch kürzerer Zeit.
Wenn möglich, nutzen Hobbybäcker*innen Umluft. Dabei verteilt sich die Wärme gleichmäßig im Ofen und erlaubt es somit, die Einstellung um bis zu 30 Grad zu drosseln. Die Backofentür während des Garvorgangs möglichst geschlossen halten, denn mit jedem Öffnen entweicht Wärme. Nur mit einem erhöhten Energieaufwand wird die gewünschte Temperatur wieder erreicht.
Gefrorene Lebensmittel am besten im Kühlschrank auftauen lassen. Denn der Tauvorgang unterstützt das Gerät, die Temperatur niedrig zu halten. Zuvor erwärmte Speisen nur kalt in den Kühlschrank stellen, um eine intensive Kühlung des Gerätes zu vermeiden.

Möglichst während des Garvorgangs die Backofentür geschlossen lassen, um Energie zu sparen.

Essen mit Köpfchen

Zu essen sichert nicht nur unsere Existenz, sondern ist auch ein köstliches Vergnügen. Doch die Laune vergeht einem schnell, macht man sich Gedanken darüber, unter welchen umweltschädlichen Bedingungen Lebensmittel produziert werden. Wer während des Einkaufens auf folgende Hinweise achtet, sorgt für mehr Genuss.
-Weniger Fleischkonsum schont das Klima
Denn etwa 70 Prozent der erzeugten Treibhausgase, die auf Nahrungsmittelproduktion zurückzuführen sind, gehen auf das Verarbeitungskonto tierischer Lebensmittel (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung).
– Bio first! Die ökologische Landwirtschaft verzichtet auf künstliche Düngungsmittel zum Vorteil für Böden, Grundwasser und unsere Gesundheit.
– Saisonale und regionale Lebensmittel einzukaufen, verringert den CO2-Austoß. Denn ein Heranziehen in beheizten Treibhäusern ist nicht notwendig und lange Transportwege vom Produzenten zum nahegelegenen Supermarkt entfallen.
– Viel zu trinken, ist wichtig, doch viel zu schleppen, ist mühselig. Und in Massen Wasser in Flaschen zu transportieren, ist aufgrund des hohen CO2-Auststoßes sogar umweltschädlich. Am einfachsten ist es, das kühle Nass direkt aus dem Hahn zu ziehen. Wer den nötigen Pepp braucht, dem ist ein Wassersprudler zu empfehlen.

Wer die Waschmaschine komplett befüllt, verringert einen zu starken Abrieb des in Kleidung enthaltenen Mikroplastiks.

Zum BUND-Einkaufsratgeber:
www.lebensart-sh.de/link/
bund-einkaufsratgeber
Quelle: www.wwf.de

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