Im Sturm der Zeiten

Bewegte Geschichte einer Nordseeinsel

© Nikolai Link/Adobe

Die Geschichte von Helgoland ist aufregend bis weit in das letzte Jahrhundert hinein. Denn die Hochseeinsel war Seefestung, Seeräubernest, bedeutender Stützpunkt der Seelotsen und zu Beginn des 18. Jahrhunderts sogar größtes Warenumschlagszentrum Europas.

Helgoland wurde belagert und war ab 1714 dänisch. Doch bereits im Jahr 1807 wurde die Insel britisch. 1826 gründete Jacob Andresen Siemens das Seebad. Erst mit dem „Vertrag über Kolonien und Helgoland“ von 1890 übergab man Helgoland an Deutschland. Auch in den beiden Weltkriegen war die Insel als Marinestützpunkt beteiligt. Im Jahr 1947 versuchten die Engländer sogar, die Militäranlagen Helgolands mit der größten nichtnuklearen Sprengung zu vernichten. Erst 1952 gab man die Insel an Deutschland zurück und die Wiederbesiedlung konnte beginnen.

Geschichte hautnah erleben

Bald darauf, 1961, wurde das Rathaus fertig gestellt. Es ist noch heute Zeuge der unverwechselbaren Geschichte Helgolands und informiert die Besucher:innen durch eine Hinweistafel über die aufregenden, historischen Ereignisse. Doch wichtig in der Geschichte waren auch die Menschen, die Gäste und Einheimischen Helgolands. Um den Besucher:innen der Insel die historischen Ereignisse näher zu bringen, gibt es einen Geschichtsweg über 16 verschiedene Stationen auf dem Unter- und Oberland, der auf großen Tafeln und Pyramiden über die 1000-jährige, wechselvolle und zugleich aufregende Geschichte informiert. Die Tourist Information hält hierfür eine kostenlose Broschüre bereit.

www.helgoland.de

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