Glashäuser, Luftgebäude und Sternengrüße. Utopien des Bauens Wenzel Hablik und der Briefzirkel „Gläserne Kette“

16. Februar bis 14. Juni

»Wo steht es denn geschrieben, dass der Mensch ewig in „Ziegelkisten“ zu wohnen hat?« Mit diesen Worten hinterfragt Wenzel Hablik 1920 die traditionellen Wohnformen seiner Zeit. Im Sinn hatte er eine völlig neuartige Baukunst. Der Kristall wird mit seinem facettierten, prismatischen Erscheinungsbild zur wichtigsten Inspiration. Als Student zeichnet er 1903 erste Kristallbauten. Anregungen der phantastischen Literatur aufnehmend, folgen Entwürfe für Luftgebäude und Fliegende Siedlungen. Dem Werkbereich der utopischen Architektur widmet das Wenzel-Hablik-Museum eine Jubiläumsausstellung, die die Utopien des Visionärs Hablik erlebbar macht und zeitweilige Weggefährten in den Blick nimmt. 


Wenzel Hablik – D.K.8, 1922  (Fotos: © Wenzel-Hablik-Stiftung Itzehoe)

Geistesverwandte auf dem Feld findet Hablik 1919, als er Mitglied der Briefgemeinschaft Die Gläserne Kette wird. Der Architekt Bruno Taut hatte seine Künstlerkollegen mit dem Appell „Seien wir mit Bewusstsein ‚imaginäre Architekten‘“ zu einem Austausch über utopische Architekturideen aufgerufen. 

Wenzel Hablik – Triumph der Gesetze in der Natur, Festbauten, 1914/20 (Fotos: © Wenzel-Hablik-Stiftung Itzehoe)

Gezeigt werden neben Zeichnungen und Gemälden von Wenzel Hablik, Briefe und Entwürfe der Mitglieder der Gläsernen Kette sowie das Mappenwerk Alpine Architektur von Bruno Taut. Das Bestehen der Gläsernen Kette jährt sich dieses Jahr zum 100. Male. Die Wenzel-Hablik-Stiftung feiert ihr 35-jähriges Bestehen und das Wenzel-Hablik-Museum wird 25 Jahre alt.

Wenzel-Hablik-Museum
Reichenstr. 21, Itzehoe
www.wenzel-hablik.de
Di-Sa 14-17 Uhr, So + Feiertag 11-17 Uhr