Von Brücken, Kriegserleben und einer Kieler Unternehmerfamilie

Das Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof hat in diesem Jahr wieder sehr sehenswerte Ausstellungen im Programm. Aktuell läuft noch bis 13. September die Schau „Die Kieler Holstenbrücke“. Sie wurde aus Anlass des Baus des Kleinen Kiel Kanals konzipiert und gewährt einen Blick in die geschichtliche Entwicklung des Ortes „im Spannungsfeld der Stadtgestaltung von den Anfängen bis heute“. Die Ausstellung „Luftkrieg und Heimatfront“, die am 9. Februar eröffnet wird und dann bis zum 7. Juni zu sehen ist, nimmt das „Kriegerleben in der NS-Gesellschaft in Kiel 1939-1945“ anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes in den Fokus. Ein Schwerpunkt gilt dabei dem Luftschutz und es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm mit vielen interessanten Vorträgen sowie eine Buchpublikation.

Einige Ausstellungsexponate, die im Laufe des Jahres im Stadtmuseum Warleberger Hof zu sehen sein werden.

Eine kleinere Schau im Gewölbekeller beschäftigt sich ab Mitte Mai bis Mitte September mit der Kieler Gelehrtenschule, die 2020 ihren 700. Geburtstag feiert. Gleich einem ganzen Jahrzehnt ist die am 19. Juni startende und bis zum 22. November laufende Ausstellung „Die 1970er Jahre – Zeit der Ernüchterung“ gewidmet. Ölkrise, Olympiade, RAF, Konsum, Musik und Film sind nur ein paar thematische Aspekte, die hier beleuchtet werden. Am 27. September geht es dann in der Schau „Kieler Fotografendynastie Renard“ um die Geschichte eines Kieler Betriebes, die von fünf Generationen von 1843 bis 2008 geprägt wurde. In der Ausstellung verbinden sich Stadt-, Fotografie- und Unternehmenshistorie. Man darf gespannt sein.

Stadtmuseum Warleberger Hof
Dänische Straße 19, Kiel
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr