BILD ©Hendrik Bohle: Glasfoyer, Hannover, 1966 (Arne Jacobsen)

Sein Stuhl mit der Nummer 7 steht noch immer überall in Deutschland. Man findet ihn in Museumscafés, Rathäusern und Seminarräumen der Universitäten. Die Design-Ikone, 1955 entworfen, verkörpert wie kein anderes von ihm entworfenes Produkt das Werk des dänischen Designers und Architekten Arne Jacobsen. In Deutschland ist Jacobsen vor allem für sein ansprechendes und funktionales Design bekannt, doch er beherrschte die ganze Bandbreite des Entwerfens: von der Gabel bis zum Rathaus, vom Kleinen und Feinen bis zum Großen und Monumentalen. Außerhalb von Fachkreisen ist es kaum bekannt, dass Arne Jacobsen zudem in enger Partnerschaft mit seinem Landsmann, dem Architekten Otto Weitling, eine Reihe von Projekten in Deutschland realisierte. Eine Partnerschaft in der Architektur, die Zeichen für die Entwicklung der modernistischen Architektursprache setzte: damals und heute in Deutschland und Dänemark. Die Bau- und Rezeptionsgeschichte dieser Gebäude verrät bis heute viel von der Entstehungszeit in den 1960er und 1970er Jahren, von ihren Ideen und Visionen, aber auch vom engen Zusammenhang von Architektur, Stadt und Politik. Diese Ausstellung im Jenisch Haus in Hamburg wirft ein Licht auf das Werk und die engen Bande der beiden Architekten in Deutschland.

Seebad Burgtiefe, Fehmarn, 1973 (Arne Jacobsen und Otto Weitling)
©Jan Dimog

>> Jenisch Haus, Baron-Voght-Str. 50, Hamburg
Mi-Mo 11-18 Uhr

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