Gerade im April juckt es mir so richtig in den Fingern. Die vielen Saattütchen aus denen köstliches Gemüse werden soll, habe ich nämlich schon vorsorglich im Winter besorgt … und jetzt möchte ich auch endlich loslegen! Doch für viele empfindlichere Gemüsesorten ist der April einfach noch zu wechselhaft und die Aussaat im Freien noch nicht möglich. Deshalb schleppe ich nun Töpfe und Anzuchterde in das Gewächshaus und säe dort reihenweise aus. Wer kein Gewächshaus hat, kann die Vorkultur natürlich auch auf der Fensterbank starten. Hierbei ist es wichtig, dass die Pflanzen ausreichend Licht und nach der Keimung nicht mehr als 20 Grad bekommen.

Tomaten und Paprika haben eine sehr lange Kulturdauer – mit denen habe ich schon im März losgelegt – auch Salat durfte sich schon zu kleinen Jungpflanzen entwickelt – die ganzen anderen „Babys“ folgen jetzt Anfang April. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass jede Pflanzenart eine optimale Keimtemperatur benötigt, um schnell zu kräftigen Sämling heranzuwachsen. So mögen es Bohnen, Auberginen, Paprika, Tomaten, Mais, Gurken, Melonen, Zucchini und Kürbis für die Keimung, bei warmen 24 Grad, kuschelig. Sie werden von mir im warmen Badezimmer vorgezogen und wandern erst nach der Keimung in das frostfreie Gewächshaus. Alle Kohl- und Rübensorten, Porree, Knollenfenchel und Zwiebeln sind nicht ganz so empfindlich und bevorzugen eher 18 Grad. Erbsen, Möhren, Salat, Radieschen und Spinat gehören zu dem unempfindlichen Rest, denn ihnen reichen schon 12 Grad bei der Vorkultur.

Nach der Aussaat kommt der schwierigste Teil – Geduld haben und auf das Keimen warten. Manche Gemüsesorten wie z.B. Tomaten sind dabei echt flott und zeigen schon nach wenigen Tagen erste kleine, grüne Spitzen. Andere wiederum, wie Kürbis und Zucchini, lassen sich gerne bis zu zwei Wochen Zeit. Für ungeduldige Menschen wie mich kann das auch schon mal eine echte Herausforderung sein 😉  

Ab Mitte Mai dürfen dann fast alle dieser kleinen Gemüseschätze an die frische Luft – nur Tomaten, Paprika und Gurken bleiben im warmen Gewächshaus – aber davon erzähle ich ein anderes Mal …

Katja Hildebrandt

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