FASER, GARN UND STOFF

GESCHICHTEN AUS DER TEXTILFACHSCHULE NEUMÜNSTER

(©: hb)

Im Museum Tuch + Technik findet noch bis 9. Oktober 2022 eine Ausstellung zur ehemaligen Textilfachschule Neumünster statt. Dort werden mithilfe von Zeitzeug:innen, Erinnerungsstücken und Fotografien die Geschichten jenseits des Unterrichts lebendig und erzählen von traditionellen Ereignissen und Anekdoten.

Diesen Sommer wäre die Textilfachschule Neumünster, später Textilfach- und Ingenieursschule, 75 Jahre alt geworden. Sie wurde 1947 in alten Baracken in Brachenfeld gegründet und zog 1953 in das eigens errichtete Gebäude an der Parkstraße. 1977 wurden die letzten Lehrgänge eingestellt. Heute befindet sich im Schulgebäude die Theodor-Litt-Schule, die frühere Werkhalle beherbergt das Museumsdepot und die Niederdeutsche Bühne Neumünster.

Die Bedeutung der Textilfachschule

Diese Ausstellung im Museum Tuch + Technik in Neumünster erinnert an die Schule, die ein bedeutsames Stück der Stadtgeschichte darstellt. Rund 30 Jahre bot die Textilfachschule Neumünster Schüler:innen und Studierenden eine fundierte textile Ausbildung. Ingenieur:innen, Techniker:innen und Meister:innen lernten in unterschiedlichsten textilen Fachrichtungen wie Weberei, Strickerei und Chemotechnik. Auch Direktricen und Kaufleute wurden ausgebildet – und darüber hinaus gab es auch kürzere Lehrgänge wie die Stopfschule oder den Zuschneidekurs. Praktischer Unterricht stand dazu in der eigens errichteten Werkhalle auf dem Programm. Außerdem gab es auf dem Campus ein Warenprüfamt.

Museum Tuch + Technik
Kleinflecken 1, Neumünster
Di-Fr 9-17 Uhr, Sa+So 10-17 Uhr

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