Spendentour: Von der Ostsee in die Alpen

© Ladehof

Als Selbstbetroffener sammelt der Flensburger Phil Ladehof mit einer Fahrradtour von Kiel nach Garmisch-Partenkirchen Spenden für die Behandlung von Arthritis bei Kindern und Jugendlichen.

Der gebürtige Flensburger Phil Oliver Ladehof lebt mit juveniler idiopathischen Arthritis (JIA) – und will nun für den guten Zweck Fahrrad fahren. JIA ist eine rheumatische Erkrankung, von der rund 25.000 bis 40.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland betroffen sind. Juvenil ist die Bezeichnung einer Krankheit, die vor dem 16. Geburtstag auftritt. Idiopathisch bedeutet, dass die Ursache unbekannt ist. Diese Form der Arthritis gehört zu den Autoimmunkrankheiten, die durch Schwellungen und Schmerzen der Gelenke, Fieberschübe und Entzündungen geprägt sind. Therapien gibt es in Form von Medikamenten sowie physio- und ergotherapeutischen entzündungsrückbildenen Behandlungen. Phil hat besonders große Probleme im Knie. Die Ärzte haben deshalb bereits überlegt, ihm ein künstliches Kniegelenk einzusetzen.

1.000 Kilometer in zehn Tagen

Der junge Mann bekam seine Diagnose mit 15 Jahren. Heute ist er 22 Jahre alt und will zusammen mit seinem Kumpel Christoph die Fahrradtour nachholen, die er schon lange geplant hatte, aber aufgrund seiner Erkrankung immer wieder verschieben musste. Es soll von Kiel nach Garmisch-Partenkirchen gehen, eine Strecke von rund 1.000 Kilometern, für die die beiden zehn Tage brauchen und so passend zum Welt-Rheumatag am 12. Oktober 2022 an ihrem Ziel ankommen werden. Phil verbindet mit dieser Strecke Dinge, die sein Leben geprägt haben – Sport und die Kliniken, die ihm bisher am meisten geholfen haben: die Uniklinik Kiel und das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie in Garmisch-Partenkirchen.

Seine Motivation war schon immer der Sport. Das Erreichen kleiner Zwischenziele gibt ihm die Kraft, trotz chronischer Erkrankung nicht aufzugeben. Mit der Tour strebt Phil ein weiteres Ziel an: „Ich möchte auch anderen Betroffenen Mut machen und ihnen zeigen, dass man trotz Rheuma weiterhin Sport machen kann und sollte.“

Die Freunde wollen Spenden für die Forschung und Therapiemöglichkeiten der JIA sammeln, die dem Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie zugutekommen sollen. Die Gelder werden für Bewegungsanalysen von Kindern und Jugendlichen verwendet, die für den weiteren Behandlungsverlauf von großer Bedeutung sind. Diese Analysen werden kaum von gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sodass Patient:innen auf Spenden angewiesen sind.

Spenden Sie für die Tour bei der Ironman-Hilfe Kinderrheuma und unterstützen Sie damit Kinder und Jugendliche, die so durch eine Behandlung wieder ein unbeschwerteres Leben führen können.

Weitere Informationen unter: bit.ly/3Qaerzn

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