Jetzt die Knollen für einen blühenden Sommer pflanzen

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Aufgrund des warmen und sonnigen Wetters in den letzten Wochen, juckt es viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner schon länger in den Fingern – Mitte Mai hat das Warten endlich ein Ende! „Wer unsicher ist, wann er mit dem Pflanzen beginnen kann, orientiert sich am besten an den sogenannten Tagen der Eisheiligen“, rät Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Sind diese am 15. Mai vorüber, kann im Garten losgelegt und die Bodenschätze für einen blühenden Sommer gepflanzt werden.“ Damit die Pflanzen gut zur Geltung kommen, sollte man die Lichtverhältnisse im Garten beachten und Pflanzen geschickt kombinieren.

Lichtverhältnisse beachten

Um zu entscheiden, wo es in den nächsten Monaten farbenprächtig blühen soll, ist es wichtig, die dortigen Lichtverhältnisse im Blick zu haben. „Die meisten im Sommer blühenden Knollen, wie Dahlien und Anemonen, wünschen sich einen warmen, möglichst hellen Platz und sind daher bestens für die sonnigen Bereiche im Garten geeignet“, betont van der Veek. „Liegt das entsprechende Beet im Halbschatten, rate ich zu Begonien oder den extravaganten Eucomis. Aber auch unter den eigentlich sehr sonnenverliebten Knollengewächsen gibt es Sorten, die es etwas schattiger mögen, zum Beispiel die Dahlie ‘Penhill Dark Monarch’ oder die Zantedeschia ‘Brunello’.“

Auf Kombinationen setzen

Das tiefe, satte Rot der Blüten und das dunkle, grün-lilafarbene Laub der Dahlie ‘Bishop of Llandaff’ kommen im Zusammenspiel mit weißen Beetpartnern am besten zur Geltung. Foto: fluwel.de

Der Blumenzwiebelexperte rät darüber hinaus, die Pflanzen nicht als Einzeldarsteller zu betrachten, sondern auch die Beetpartner sowie den Beethintergrund in die Knollenauswahl mit einzubeziehen. So gilt grundsätzlich: Helle Blüten kommen am besten vor einem dunklen Hintergrund zur Geltung, tiefe, satte Farben machen sich gut vor einer weiß gestrichenen Hauswand. „Während Dahlien wahre Solokünstler sind und auch gerne alleine in einer Rabatte wachsen, kommen andere Arten erst im Zusammenspiel mit ihren Pflanznachbarn so richtig zur Geltung“, erklärt der Niederländer. „So scheinen die schneeweißen Blüten der Abessinischen Gladiole (Gladiolus callianthus) über niedrigen Stauden, wie der Fetthenne, fast zu leuchten. Die vielleicht etwas künstlich wirkende Ananaslilie (Eucomis) erhält im Zusammenspiel mit Gräsern natürliche Leichtigkeit. Und die fröhlichen Farben der Kronen-Anemone (Anemone coronaria) entfalten über einem dichten Bett aus Balkan-Windröschen (Anemone blanda) ihre volle Wirkung.“

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