Was kann ich alleine denn bewirken?“ – eine Aussage, die man nicht selten hört, geht dieser eine Diskussion über globale Probleme voraus. Natürlich, eine/r allein kann nicht die Last der ganzen Welt auf den eigenen Schultern tragen und so lange man unter Hemd und Bluse kein Superman-Kostüm trägt, ist ein Solo-Kampf wohl auch zum Scheitern verurteilt. Aber was ist, wenn viele in kleinen Schritten gegenangehen? Dann bewegt sich eine Masse nach vorne und bietet dem Problem die Stirn. Im konkreten Fall heißt das Problem Klimawandel. Und die Masse sind wir, jeder einzelne von uns. Denn auch kleine Veränderungen helfen der Umwelt. 

Landesregierung fördert KlimaschützerInnen

Wer nun also mit dem Klimaschutz vor der eigenen Haustür anfangen möchte, erhält Unterstützung von der Landesregierung Schleswig-Holstein. Für neun verschiedene Maßnahmen erstattet das Land bis zu 50 Prozent der Kosten, in Einzelfällen sogar bis zu 75 Prozent. Für diese Art der Klimaförderung stehen knapp 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Um die finanzielle Unterstützung zu bekommen, können ab sofort online Anträge dafür gestellt werden. Folgende Anschaffungen werden vom Land gefördert.

Lastenfahrrad statt Auto 

Die Last nicht tragen, sondern mit ihr einfach davonradeln, kann man ganz einfach und praktisch mit dem Lastenfahrrad. 

Als solche gelten alle Modelle, die eine feste Vorrichtung am Rahmen aufweisen, die den Transport großer Lasten und sperriger Güter ermöglicht. Ob Koffer, Einkauf oder auch der Nachwuchs – das Fahrrad kommt oft zum Einsatz und wird vor allem gern in der Stadt genutzt. Die Räder werden mit bis zu 400 Euro bezuschusst, maximal können 50 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet werden. 

Zu Hause tanken 

Wer auf das Auto nicht verzichten kann, der wird beim Plan, sich eine klimafreundliche Variante anzuschaffen, unterstützt und zwar mit der Förderung für eine eigene E-Ladestation – die sogenannte Wallbox. Wer sein Auto stets auf dem eigenen Grünstück aufladen kann, spart Zeit und Energie. Das unnötige Planen darüber, wann und wo die nächste Ladesäule angefahren wird, vermindert sich. Das Klimaschutz-Förderprogramm unterstützt die Anschaffung einer Wallbox mit einer Ladeleistung zwischen 11 und 22 Kilowatt mit 400 Euro für die Wallbox sowie 400 Euro für die Installation und den Anschluss. Die Summe ist auf 50 Prozent der förderfähigen Kosten begrenzt.

Der Schwamm auf dem Dach 

Für Umbauten am Haus sind ebenfalls Unterstützungen vorgesehen. Schon ganz oben kann sich etwas klimafreundlich verändern. Wer sein Dach begrünt, bietet nicht nur der heimischen Tierwelt mehr Platz, sondern seinem Haus auch Schutz. Die natürliche Schicht verhindert direkte Wetter- und Witterungseinflüsse und schont somit das Material der Dachabdichtung. Auch als Schwamm ist die natürliche Schicht nützlich. Sie verhindert, dass Regenwasser ungebremst abfließt, was wiederum eine Ersparnis der Abwassergebühren ergibt. Das Klimaschutz-Förderprogramm unterstützt die dauerhafte Einrichtung von Gründächern auf Wohnhäusern durch Fachfirmen mit 500 Euro, maximal können 50 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet werden. 

Two plastic underground storage tanks placed below ground for harvesting a rainwater.

Wasserspeicher im Boden 

Auch ganz am anderen Ende – im Boden – können umweltentlastende Maßnahmen umgesetzt werden. Die Installation von Regenwasser-Zisternen sorgt dafür, dass der Niederschlag nicht einfach abfließt, sondern gespeichert wird. Das gesammelte Wasser kann etwa für die Toilettenspülung oder zur Gartenbewässerung genutzt werden. Das spart Wassergebühren. Noch mehr sparen BesitzerInnen, wenn sie sich die Zisternen vom Land fördern lassen. Die Anschaffung von Behältern, die mindestens 2500 Liter umfassen, wird mit 400 Euro unterstützt, maximal werden 50 Prozent der Kosten bezuschusst.

Und was noch?

Weitere förderfähige Umbauten und Anschaffungen sind ein Stromspeicher etwa im Zusammenhang mit einer Photovoltaik-Anlage, eine Photovoltaik-Balkonanlage, eine Solarthermie-Anlage, eine nicht fossile Heizung sowie der Anschluss zu einem Nah- oder Fernwärmenetz. Die Höhe der förderungsfähigen Kosten sowie weitere Informationen erhalten Interessierte unter: 

www.schleswig-holstein.de/klimaschutz