In seiner ersten Schau des neuen Ausstellungsjahres widmet sich das Ostholstein-Museum noch bis zum 16. Juni dem Werk des Hamburger Künstlers und Mitglieds der „Norddeutschen Realisten“ Lars Möller.

Die Norddeutsche Realisten haben es sich zur Aufgabe gemacht, die sich darbietende Landschaft pleinair in der Situation und Stimmung des jeweiligen Augenblicks vor Ort festzuhalten. In den Ölbildern und Aquarellen des Künstlers sind es vor allem die nahezu fotorealistische Wiedergabe von Himmel, Wasser und Flutsäumen, aber auch der klare Blick auf Wälder und Strände, Innenstädte und Menschen, die die Betrachtenden faszinieren. Lars Möller pflegt das von den Norddeutschen Realisten propagierte „Malen nach Sicht“, bei dem Landschaft, städtische Bebauung und Mensch auf ungewöhnliche Weise motivisch auf der Leinwand vereint werden und es auch Windräder, Hochhäuser, Verkehrsschilder oder gar schlechtes Wetter geben darf. Denn die Schönheit einer Landschaft reicht dem Künstler nicht aus, sie muss stets das „gewisse Etwas“ haben, das ihn stimuliert. In seiner Malerei gelingt es ihm dabei in besonderer Weise, die jeweilige atmosphärische Wirkung eines flüchtigen Moments einzufangen und diesen in seinen Bildern Dauer zu verleihen. Mit einer umfangreichen Auswahl an teils erstmalig öffentlich gezeigten Bildern wird in der Eutiner Ausstellung „Lars Möller. Moment und Dauer.“ ein Überblick über dessen Malerei der vergangenen Jahre gegeben und seine motivische Bandbreite exemplarisch vorgestellt. Unter www.oh-museum.de erhalten Sie weitere Informationen.

Lars Möller – Dünenfragment, 2020

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