Wenn die Erde kippt

Piero Manzano, den die Elsberg-Fangemeinde bereits aus dem Bestseller „Blackout“ kennt, ist zurück. Er hat eine Systemanalysefirma gegründet, die in Genf ihren Sitz hat. Die von ihm und seinem Team entwickelte KI Vysyon sagt mit entsprechenden Angaben zum wahrscheinlichen Eintreten eine Umweltkatastrophe nach der anderen voraus. Dabei beschleunigt sich mit jeder neuen Schreckensmeldung die Problematik des kommenden Szenarios noch mehr. Was noch relativ harmlos mit einem riesigen Tiefseekalman in der Karibik beginnt, der ungewöhnlicherweise knapp unter der Meeresoberfläche ein Walhaibaby angreift, weitet sich nach und nach zu einer weltweiten Menschheitskrise mit unabsehbaren Folgen. Während Piero und seine Partnerin Sonja die Welt aufzuwecken versuchen, die Politik sich im Streit verheddert und die Menschen nur ihr eigenes Wohlergehen im Auge haben, kämpfen Sonjas Neffe Linus, ein erfolgreiche Influencer, und Sarah, eine Meeresbiologin, um mediale Aufmerksamkeit für die Probleme auf den sozialen Plattformen. Und dann sind da noch die Finanzhaie, allen voran Viktor Brennar, der sich in die Firma von Piero einkauft, denn er will von den Krisen profitieren, indem er rechtzeitig dort investiert, wohin staatliche Rettungsgelder bald fließen werden. Wer wird am Ende gewinnen – eine gute Politik, die Naturschutz über kurzfristigen Profit stellt, oder diejenigen, die schnelle Gewinne vor Augen haben? Es ist ein ungleicher Wettbewerb, aber es geht ums Überleben nicht nur einer, sondern sehr vieler Spezies. (hb)

Buchtipp

EDEN – Wenn das Sterben beginnt

Marc Elsberg

Wie schon in seinen Vorgängerromanen verknüpft der österreichische Autor Marc Elsberg auch in „EDEN – Wenn das Sterben beginnt“ ein hochaktuelles und sehr komplexes Thema gekonnt mit einer spannenden Handlung und bringt seinen Leser*innen so einerseits sachliche Fakten näher, ohne dabei andererseits deren vorzügliche Unterhaltung zu vernachlässigen.

Blanvalet Verlag, 767 S., 28 Euro
Vorheriger ArtikelWind, Weite, Wir!
Nächster ArtikelOceanwell-Angebot „OceanSpring“