Urlaub zwischen Homeoffice und Homeschooling

Rückzug in den eigenen Garten

Sitzplätze im Halbschatten sorgen für Rückzugsorte im Garten. (Foto: BGL)

Corona hat unseren Alltag binnen weniger Wochen auf den Kopf gestellt. Arbeit, Schule, Haushalt und Hausaufgaben, das Familienleben und jegliche soziale Kontakte haben sich ins Zuhause verlagert. Viele Dinge auf kleinem Raum – das stresst die Gemüter und stellt uns vor ganz neue mentale Herausforderungen. Glück, wer sich jetzt in einen eigenen Garten flüchten kann! Hier sind wir frei, atmen frische Luft und können uns entspannen. Hier sind wir auch mal allein mit unseren Gedanken, können die Seele baumeln lassen und uns neu ordnen.

Eine Wohlfühlatmosphäre schaffen

Viele Menschen stellen sich schon darauf ein, in diesem Jahr mal nicht zu verreisen, sondern das schöne Wetter und die freie Zeit zu Hause auszukosten. Doch bietet der Garten dafür auch ausreichend Wohlfühlatmosphäre?

Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um in Ruhe über das Grundstück zu gehen und ganz konkret zu überlegen, was noch zur persönlichen Freiluftoase fehlt. Jeder Garten sollte über mindestens einen Bereich verfügen, an dem man sich gemütlich hinsetzen kann – am besten ohne Einsicht von außen: Sei es eine Terrasse für fröhliche Grillabende mit der Familie, eine Bank im hinteren Gartenbereich für romantische Momente zu zweit oder auch eine gemütliche Liege am Rand des Teichs, wo man alleine mit einem Glas Wein ein gutes Buch lesen kann.

Vielleicht träumt der eine oder die andere auch seit längerem von einer großen Hängematte oder einer hölzernen Hollywoodschaukel, die an den Ästen eines Baumes hängt? Jetzt ist die beste Zeit, solche Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen!

(Foto: BGL)

An Möglichkeiten fehlt es nicht und selbst auf kleinen Grundstücken lässt sich Großes verwirklichen. Im besten Fall berät man sich hier mit einem Landschaftsgärtner. Dieser kennt die Möglichkeiten, ein Grundstück zu gestalten, das zu den individuellen Nutzungserwartungen passt. Er gibt auch Tipps, an die ein Laie im ersten Moment vielleicht nicht denkt. Beispielsweise meinen viele, Sitzplätze sollten idealerweise an einem vollsonnigen Plätzchen liegen, tatsächlich raten Landschaftsgärtner aber eher, den Platz dort zu planen, wo tagsüber leichter Schatten herrscht, dafür aber die Abendsonne gemütliche Stunden beschert.

Die Hitzesommer 2018 und 2019 haben deutlich gemacht, welchen Wert ein schattiger, kühler Platz im Garten hat. Ideal ist zum Beispiel ein Sitzplatz in der Nähe eines ausladenden Baums, dessen Krone auf natürliche Weise Schatten spendet, oder man lässt bei der Anlage direkt einen Sonnenschutz integrieren. Neben den traditionellen Sonnenschirmen gibt es alternative und äußerst schmückende Varianten, wie ein Sonnensegel, eine Pergola oder einen Pavillon. Letztere lassen sich als zusätzliches Highlight eindrucksvoll beranken, zum Beispiel mit Ramblerrosen, Kletterhortensien oder Clematis. Die Blüten dieser Pflanzen sind nicht nur schön anzusehen, sie werden auch gern von Bienen und Schmetterlingen angeflogen.

Pflanzen sorgen für Abwechslung

Pflanzen mit verschiedenen Blühzeiten beleben den Garten das ganze Jahr lang. (Foto: BGL)

Ein Garten ist dann besonders einladend, wenn er möglichst lebendig gestaltet ist – und das rund ums Jahr. Denn Pflanzen haben viel zu bieten. Zum einen sprechen sie all unsere Sinne positiv an: mit den fröhlichen Farben und dem zarten Duft ihrer Blüten, dem intensiven Geschmack ihrer Früchte, dem sanften Rascheln der Blätter, wenn sich in ihnen ein laues Lüftchen verfängt. Darüber hinaus kühlen sie auch merklich die Luft, indem sie Feuchtigkeit über ihr Laub verdunsten. Dieser Aspekt spielt vor allem zur Anpassung an den Klimawandel eine immer größere Rolle: In den heißen und trockenen Sommern tut es einfach nur gut, wenn im Garten eine angenehme Atmosphäre herrscht, in der man sich gern und lang aufhalten kann. Aus demselben Grund werden auch Wasserspiele immer beliebter. Sie kühlen ihre direkte Umgebung merklich ab und sind zudem äußerst schmückend.

Den größten Frischeeffekt erzielen sie in der Nähe eines Sitzplatzes. Hier kommen vor allem die kleineren Elemente gut zur Geltung: eine Wasserschütte, die sich schwungvoll in einem kleinen Teich ergießt, ein sanft plätschernder Quellstein oder ein stilles Wasserbecken, in dessen glatter Oberfläche sich der strahlend blaue Himmel spiegelt. Natürlich sind auch größere Träume realisierbar. In Gärten mit leichtem Gefälle können Landschaftsgärtner zum Beispiel einen kleinen Bach integrieren und ist ausreichend Platz vorhanden, werden sogar ein Schwimmteich oder Swimmingpool möglich: Ein Sprung ins eigene kühle Nass ist für viele der Inbegriff von Sommerglück. Dann kann der Urlaub zu Hause gar nicht schnell genug kommen! (ms+BGL)

Weitere hilfreiche Tipps und viele Inspirationen liefert die Website: www.mein-traumgarten.de