Der Gefängnisalltag in Bautzen ist für Walter eine Gratwanderung zwischen Überleben und Langeweile. Das Rezitieren von Gedichten und die Teilnahme am Gefängnischor geben seiner verlorenen Jugendzeit ein wenig Sinn und Erbaulichkeit. „Wird schon werden, da müssen wir eben durch“, sagt Mutter Grethe, als ihr Sohn Walter nach acht Jahren Haft aus dem Zuchthaus Bautzen zu ihr zurückkehrt – ohne Ausbildung, ohne Ziel und Geld. Der in den Westen entlassene Walter fühlt sich von den Menschen, mit denen er es zu tun hat, nicht anerkannt und als Bürger zweiter Klasse. Aber als er sein Studium in Göttingen beginnt, findet er dort die Frau fürs Leben und eine berufliche Perspektive. Die Jahre in Bautzen haben ihre Spuren hinterlassen, doch langsam wird das Schreiben zur Verarbeitung des Erlebten und zum Mittelpunkt seines Lebens …

5. Januar, 19.30 Uhr • Harburger Theater

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