Cross und Queer

Tiefe Einblicke ins nordische Kino

© Magda Holm

Die Retrospektive der 64. Nordischen Filmtage Lübeck thematisiert die Kleidervielfalt und Geschlechteridentitäten im nordischen Kino. 

Als einziges Festival in Europa widmen die Nordischen Filmtage Lübeck ihr Programm dem Film- und Serienschaffen der nordischen und baltischen Länder, Schleswig-Holsteins und Hamburgs. Über 160 Filme, Serienepisoden und andere audiovisuelle Werke werden vom 2. bis 6. November in diversen Wettbewerben und Reihen in den Lübecker Kinos und Sonderspielstätten präsentiert, eine Auswahl des Programms zusätzlich online.

Kleider machen Leute

Die diesjährige Retrospektive erzählt in 14 Filmen aus den Jahren 1921 bis 1981 von Kleidervielfalt und Geschlechteridentitäten. „Weibliche wie männliche Homosexualität konnte in früheren Zeiten des Kinos oft nur in verschlüsselter Form dargestellt werden. Crossdressing war eine Möglichkeit, das Faszinosum gleichgeschlechtlicher Anziehung auf die Leinwand zu bringen“, so der Kurator der Sektion Jörg Schöning.
Dabei entstanden ernsthafte Dramen wie „Hamlet“ (DE, 1921) mit dem dänischen Stummfilmstar Asta Nielsen in der Titelrolle, aber auch Komödien wie „Das Mädchen im Frack“ (SE, 1926), in der die Regisseurin Karin Swanström humorvoll Konformität und Vielfalt, Feminismus und Genderrollen thematisiert. Dies ist selbstverständlich nur ein kleiner Ausschnitt des umfangreichen Programms. Alle Informationen rund um die 64. Nordischen Filmtage Lübeck finden sich auf der Webseite und auf den Social-Media-Plattformen: Facebook, Instagram, YouTube, Twitter.
2.-6.11., Nordische Filmtage Lübeck
www.nordische-filmtage.de

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