Amrum gehört im Sommer zu den beliebtesten Inseln des nordfriesischen Wattenmeeres. Doch auch im Winter punktet das Eiland mit echtem Inselfeeling. Das liegt nicht nur an der riesigen Sandkiste vor der Tür …
Wer zum ersten Mal den Blick über den unendlich weiten Amrumer Badestrand schweifen lässt, kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Vor einem liegt der berühmte „Kniepsand“. In der Länge zehn, an der breitesten Stelle fast anderthalb Kilometer lang, bietet der „Kniep“ einen unerschöpflichen Freiheitsraum. Und dort, wo sich früher Strandpiraten tummelten, erfreuen sich heute die Badegäste und Spaziergänger an der Natur – wenn man sie denn zu sehen bekommt, denn auf Amrum kann man sich schnell mal im Sande verlaufen. Das lieben die Gäste: Man hat den Strand auch schon mal ganz für sich allein. Am besten lässt man sich einfach in den feinkörnigen Sand fallen und streift den Alltagsstress ab.
Kleine Farbtupfer setzen in dieser leuchtenden Kulisse die Strandkörbe, die über den Strand verteilt einen Logenplatz mit Meerblick bieten. Hier lässt es sich wunderbar faulenzen und den Möwen nachgucken, das Rauschen der Brandung genießen, sonnenbaden und baden.

Amrum ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Vom Aussichtspunkt in den Dünen lässt sich die beeindruckende Weite des Kniepsandes erfassen. / Foto: Kinka Tadsen
Höchster begehbarer Leuchtturm
Die Insel lässt sich auch hervorragend von oben betrachten: Amrums Leuchtturm ist der höchste begehbare an der Nordseeküste: 63 Meter über dem Meeresspiegel und rot-weiß gestreift – wie es sich gehört.
Der Name Amrum leitet sich übrigens vom friesischen „Oomram“ ab, was so viel bedeutet wie „öder Sandhaufen“. Unfassbar! Denn Amrum ist alles andere als öde!
Am Ufer „atmet“ das Meer im Gezeitenwechsel und offenbart so immer wieder einen anderen Blick. Wenn bei Ebbe das Watt trocken fällt, läuft man einfach drüber – zum Muschel suchen oder von Amrum zur Nachbarinsel Föhr und umgekehrt. Hier wird man schnell zum Vogelkieker, denn die Seevögel werden vom reichhaltigen Nahrungsangebot angelockt und geben uns Einblicke in ihren Alltag.

Auch im Frühjahr und Herbst ist Amrum einen Besuch wert
Frühlingsfrisch und herbstallerliebst geht es hier auch außerhalb der Sommersaison zu. Das ist die Zeit der Individualisten, die auf Amrum schwören und als Gäste des kleinen Inselparadieses nicht genug bekommen können von Licht, Wind und Weite. Es sind die Gäste, die wissen, dass es hier richtig gemütlich ungemütlich werden kann. Und sie lieben es!
Fünf Dörfer und 2.200 Einwohner*innen
Aber auf Amrum gibt es ja nicht nur Strand, Wellen und den Leuchtturm. Die Insel hat fünf Dörfer mit 2.200 Einwohner*innen, und in den meisten Dörfern findet man noch viele reetgedeckte Friesenhäuser mit beschaulichen Blumen- und Obstbaumgärten davor. Einige der alten Häuser wurden zu Cafés oder Restaurants umgestaltet. Es gibt hier alles – von friesischer Seefahrer-Kneipe bis Spezialitätenrestaurant.
Nebel hat nichts mit dem Wetter zu tun
Das Dorf in der Inselmitte heißt Nebel – und das hat nichts mit der Wetterlage zu tun. Wäre ja auch schade, denn dann könnte man die schöne Inselkirche mit dem historischen Friedhof nicht sehen. Auf dem Friedhof zeugen die „sprechenden Grabsteine“ von der Seefahrerzeit, als die Amrumer Walfänger und Handels-Seefahrer die Weltmeere befuhren. Einblicke in das Inselleben geben aber auch das Öömrang Hüs, ein kleines Insel-Museum und die Windmühle auf dem Geestrücken.

Hier das Museum Öömrang Hüs. Foto: Lars Rickerts
Vom Meer umgeben
Wittdün, der jüngste Ort der Insel, wird vom Meer umschmeichelt. Wohin man sieht, man sieht das Meer – mehr geht nicht! Und auch Süddorf und Steenodde garantieren einen echten »Nordsee-Insel-Erholungs-Urlaub«. Der Badeort Norddorf, der strandnah zwischen Dünen und Wattenmeer liegt, hat übrigens noch ein richtiges Insel-Kino. Ach, Sie möchten jetzt mehr erfahren? Aber gerne! Unter www.amrum.de gibt es ganz viele Urlaubstipps für Sie. Schauen Sie rein, wir freuen uns auf Sie!
Amrum Touristik AöR
Inselstraße 14, 25946 Wittdün/Amrum
Tel.: 04682 / 940 30
Fotos: Kinka Tadsen (2) / Oliver Franke (1) / Lars Rickerts (1)







