Beide haben Malerei, Grafik und Fotografie an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg studiert, lernten sich aber erst später in Kiel kennen: Evelyn Steinmetz aus Preetz und Andreas Trabitzsch aus Kiel. In dieser Ausstellung im Museum Eckernförde begegnen sie sich mit Fotografien und Zeichnungen, die sie dialoghaft miteinander kombinieren. Gemeinsam sind ihnen eine abstrahierende, zeichenhafte Bildsprache, eine Reduktion der Farbigkeit und die weitgehende Vermeidung des Abbildhaften. Beide setzen dabei gezielt auf die Vorstellungskraft der Betrachtenden.

Evelyn Steinmetz (geb. 1954) und Andreas Trabitzsch (geb. 1955) distanzieren sich von der digitalen Bilderflut unserer Gegenwart und begeben sich bewusst in eine Art Enthaltsamkeit.

Trabitzsch, der teils analoge, teils digitale Fotografien verwendet, verfolgt dabei einen eher narrativen Ansatz. Aus einem Misstrauen gegenüber der Aussagekraft von Fotografien heraus, kombiniert er sie zu Collagen oder erweitert sie um Zeichnungen, die das Prozesshafte in den Vordergrund stellen. Steinmetz bearbeitet ihre meist digitalen Fotografien aus der Alltagswelt am Computer weiter, bis nur noch das Wesentliche stehen bleibt. Ähnlich verfährt sie in ihren Zeichnungen, die das Gesehene lediglich andeuten und auf der leeren Bildfläche als meist grafische Struktur wirken lassen. Die Reduktion betreibt sie so weit, dass zwischen Fotografie und Zeichnung kaum zu unterscheiden ist.

Museum Eckernförde, Rathausmarkt 8, Eckernförde
www.museum-eckernfoerde.de,
Di-Fr 14.30-17 Uhr, Sa+So 11-17 Uhr, ab 1.4.: Di-So 11-17 Uhr

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