Ausschwitz – dieser Name steht für menschliche Gräueltaten, für die Ermordung von Millionen von Juden und anders Denkenden, anders Glaubenden und anders Aussehenden während der Nazi-Diktatur. 

„So etwas darf nie wieder geschehen!“ „Es ist schrecklich, was Menschen anderen Menschen angetan haben!“ So oder so ähnlich lauten die Kommentare jugendlicher Besucherinnen und Besucher von Gedenkstätten oder anderen Orten rechter Gewalt. Doch immer wieder ist auch zu hören, dass das mit den Nazis jetzt über 75 Jahre her sei. Es gäbe so viele andere Dinge in der Welt, mit denen man sich beschäftigen müsse. „Lasst das Thema doch endlich ruhen!“ 

So etwas darf nie wieder geschehen!

Und doch geschieht es. Oft im Kleinen, ganz unbemerkt. Aber auch im Großen, wie der Brandanschlag auf ein von türkischen Familien bewohntes Haus in Mölln 1992, bei dem drei Mädchen bzw. Frauen starben. Die Morde des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) an neun Migranten zwischen 2000 und 2009 und nicht zuletzt der Mord an dem Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke 2019, weil dieser den Bau einer Flüchtlingsunterkunft befürwortet hat. Nein, das Thema darf nicht ruhen. Es muss immer wieder daran erinnert werden, was passiert ist und immer noch passiert. 

#LichterGegenDunkelheit

2020, zum 75. Jahrestag der Befreiung Auschwitz, rief die Stiftung „Topographie des Terrors“ das Projekt #LichterGegenDunkelheit ins Leben, an dem sich auch die Schleswig-Holsteinischen Gedenkstätten beteiligten. Auf der Seite www.lichter-gegen-dunkelheit.de sind die Gedenkstätten Schleswig-Holsteins mit leuchtenden Punkten zu sehen. Dieses Jahr soll ganz Schleswig-Holstein gegen rechte Gewalt leuchten.

Am 27. Januar zwischen 18 und 19 Uhr zeigen Schleswig-Holsteiner:innen mit einer brennenden Kerze im Fenster, das zur Straße geht, dass sie gegen rechte Gewalt sind. Mehr zur Aktion: www.lichter-gegen-dunkelheit.de

Kundgebung: Solidarisch gegen Corona

Um als Gesellschaft zusammenzustehen und ein Zeichen gegen die Corona-Spaziergänge zu setzen, deren Mitläufer:innen sich nach wie vor nicht von Nazis, Antisemit:innen und Rassist:innen distanzieren, hat der Runde Tisch gegen Rassismus und Faschismus eine friedliche Kundgebung als Gegenaktion organisiert. Diese findet am 27. Januar um 18 Uhr auf dem Exerzierplatz in Kiel statt und setzt sich u. a. ein für:

• Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege
• den Schutz der Beschäftigten in Berufen, die täglich mit Menschen – auch Corona-Leugner: innen – zu tun haben
• wirksame Unterstützung ärmerer Länder in der Pandemiebekämpfung, Freigabe der Impfstoffpatente
• Ausgleich der materiellen Schäden durch die Corona-Schutzmaßnahmen für Berufstätige, Selbständige, Künstler:innen – vollständig und unbürokratisch

Eine Teilnahme an der Kundgebung ist möglich mit FFP2-Maske – Abnehmen zum Rauchen, Essen oder Trinken nur außerhalb der Kundgebung – und dem Einhalten der Abstandsregeln.

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