Seit über zwei Jahrzehnten prägt die gebürtige Ostfriesin Ilka Groenewold Bühnen und Bildschirme (u. a. für WELT TV). Mittlerweile steht sie auch als Musikerin hinter dem Mikrofon: Am 14. November 2025 erscheint ihr Debüt-Album „Unikat“. Im Gespräch verrät sie, wie sie zur Musik kam, über die Liebe zum Pop-Schlager und warum sich jede*r von uns in „Unikat“ wiederfindet.
Lebensart im Norden: Frau Groenewold, Sie sind Moderatorin, Unternehmerin, Coach, Bestsellerautorin, Sportlerin … – wie fanden Sie den Weg zur Musik?
Ilka Groenewold: Die Musik war tatsächlich schon immer ein Teil meines Lebens – ich habe schon als Kind gesungen, im Chor, bei Schulaufführungen oder einfach zu Hause. Aber irgendwann war die Bühne vor allem Moderation, Motivation und Bewegung. Erst in den letzten Jahren habe ich gespürt, dass da noch etwas in mir ruft – der Wunsch, Geschichten nicht nur zu erzählen, sondern zu singen. Musik verbindet Kopf, Herz und Körper auf eine so unmittelbare Weise – das wollte ich erleben und teilen.
Am 14. November erscheint Ihr Debüt-Album „Unikat“ – eine Mischung aus modernem Pop-Schlager und orchestraler Tiefe. Welche persönliche Bedeutung hat dieser Titel für Sie?
„Unikat“ steht für Authentizität, für den Mut, echt zu sein – mit allen Facetten. Jeder Mensch ist einzigartig, und genau das möchte ich feiern. Der Titel spiegelt auch meine eigene Reise wider: Ich habe viele Rollen, aber am Ende bin ich immer ich – ein Unikat, wie wir alle.
Pop-Schlager: Was hat Sie an diesem Genre so angezogen, dass es zu Ihrer musikalischen Heimat wurde – und wen möchten Sie damit ansprechen?
Ich liebe Pop-Schlager, weil er Emotionen zulässt – große Gefühle, aber auch Lebensfreude und Energie. Das Genre ist offen, modern und ehrlich. Ich möchte Menschen erreichen, die Lust auf positive Energie haben, die tanzen, träumen, fühlen wollen – und sich selbst in den Texten wiederfinden.
Welche Idee oder welcher Antrieb trägt dieses Album – sowohl künstlerisch als auch persönlich?
„Unikat“ ist für mich eine Einladung, zu sich selbst zu stehen. Jeder Song erzählt eine Facette davon – von Selbstzweifeln, Stärke, Liebe, Neuanfang. Persönlich ist das Album auch ein Ausdruck von Freiheit: Ich wollte mich musikalisch ausprobieren, ohne Schubladen, ohne Angst vor Etiketten. Zwei Songs sind daher auch als „Orchesterversion“ vertreten, so ganz fernab vom Mainstream „Pop-Schlager“.
Wofür steht „Unikat“ musikalisch und inhaltlich? Welche Klammer hält die Songs zusammen?
Musikalisch vereint „Unikat“ moderne Pop-Elemente mit orchestraler Tiefe – also tanzbar, aber mit Herz. Inhaltlich geht es immer wieder um Selbstfindung, Mut und Echtheit. Die Klammer ist das Thema Identität: Wer bin ich wirklich – und wie lebe ich das? Und die Themen des Alltags wie Liebe, Sehnsucht und Leichtigkeit stehen ganz klar im Fokus dieses Albums.
An welcher Stelle wird „Unikat“ besonders persönlich?
Am deutlichsten wohl in den ruhigeren Songs. Es gibt Titel, in denen ich sehr ehrlich über Zweifel, Verluste und innere Stärke singe. Da zeige ich mich auch mal verletzlich. Aber gerade diese Momente sind mir sehr wichtig, weil sie echt sind und zeigen, das ein Auf und Ab zum Leben dazugehört.
Das Album entstand in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Markus Norwin Rummel, der bereits für Größen wie Andrea Berg, Roland Kaiser oder Maite Kelly tätig war. Wie haben sich Ihre Wege zum ersten Mal gekreuzt: Zufall, Empfehlung oder gezielte Suche?
Über das Label Fiesta Records kam der Kontakt zustande – und es war sofort ein Match. Er hat meine Vision verstanden und sie musikalisch auf ein neues Level gehoben. Aus einer ersten Zusammenarbeit entstand ein Dream-Team und somit ein ganzes „Unikat“.
Wie können wir uns den kreativen Weg vom ersten Impuls bis zum fertigen Album vorstellen?
Das war ein Prozess voller Emotionen und Energie. Am Anfang standen viele Songs von großartigen Schreibern im Raum und die Wahl fiel mir nicht immer leicht. Im Studio haben wir gemeinsam ausprobiert, gefeilt, verworfen, neu gedacht. Am Ende war es ein kreatives Abenteuer, das mich sehr geprägt hat.
Sie sind viel beschäftigt – welche Rolle nimmt die Musik in Ihrem Leben ein: Ausgleich, Anker oder Motor?
Alles drei! Musik ist mein emotionaler Kompass. Sie erdet mich, wenn alles zu viel wird, gibt mir Kraft, wenn ich Energie brauche, und inspiriert mich, neue Wege zu gehen. Sie ist kein „Projekt“, sondern Teil meines Lebensrhythmus geworden. Und jetzt möchte ich diese Leidenschaft für die Musik nach außen tragen.
Woran messen Sie den Erfolg dieses Kapitels jenseits von Charts und Klicks?
Erfolg ist für mich, wenn Menschen mir schreiben, dass sie sich in einem Song wiederfinden. Wenn jemand sagt: „Das hat mich berührt“ oder „Das hat mir Mut gemacht“. Dann weiß ich, dass ich etwas Echtes bewegt habe – und das ist mehr wert als jede Streamingzahl oder Chartplatzierung.
Was dürfen wir 2026 musikalisch oder live von Ihnen erwarten?
Definitiv Live-Konzerte – ich freue mich riesig, die Songs mit meinem Publikum zu teilen. Außerdem möchte ich selbst Songs schreiben für mein zweites Album. Und wer weiß – vielleicht entsteht aus „Unikat“ ja eine ganze musikalische Reise. Seid gespannt!
Foto: Günter Hagedorn







