Ilka Christof sowie Berthold Grzywatz zeigen in der Ausstellung „Spur der Verdichtung“ in der Galerie [ Der Lokschuppen ] Rendsburg noch bis zum 31. Mai eine Werkauswahl.

Bei der Malerin Ilka Christof stand über Jahrzehnte das freie, auf die Fantasie gegründete Zeichnen im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit, bis sie Ende der achtziger Jahre den abstrakten Expressionismus entdeckt hat, der sie nicht mehr losließ. Aus der Abschottung der inneren Fantasie heraustreten, die Gegenständlichkeit überwinden, heißt es, sich der Spontaneität des Malprozesses stellen. Doch der Umgang mit der Freiheit, verbunden mit der körperlichen Aktion, der freien Geste und dem authentischen Ausdruck des Selbst, stellt eine Herausforderung dar, die einen radikalen Bruch verlangt. Dieser Bruch gestaltet sich bei Christof als Neuanfang in Kombination mit tradierten Maltechniken, die sich auf die Verdichtung, auf das Übereinanderlagern von Farbschichten konzentrieren.Die von Berthold Grzywatz präsentierten Skulpturen leben von der freien Form. Einerseits entfalten sie eine expressive Diktion, entwerfen zerklüftete Flächen, die scheinbar ohne Halt sind, andererseits vermitteln sie eine strenge Kompositionsweise, die einfache Grundformen in Szene setzen. Die Gestaltung ist ebenso absichtsvoll wie intensiv, wenn auch nicht oberflächlich eindeutig. Wie in einem Brennspiegel verweisen sie auf die Spuren menschlicher Realität, auf Gefühle, Stimmungen, Sehnsüchte, Wahrnehmungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.berthold-grzywatz.de.

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