Perspektivwechsel 2020 – 100 Jahre Grenzgeschichten

Verlängert bis 14. März 2021

Schild „Stop! Told“ – Schild „Halt Zoll“, 1970er/80er Jahre

Was bedeutet die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Dänemark? Zu dieser Frage gibt es unzählige Perspektiven: Für die Menschen, die täglich zur Arbeit über die Grenze pendeln oder jene, die Freizeit- und Einkaufmöglichkeiten im Nachbarland wahrnehmen, ist sie stets präsent. Für andere spielt die Grenze wiederum in ihrem Alltag keine Rolle. Am 14. März 2020 jährte sich die Volksabstimmung von 1920 zum hundertsten Mal. Damals stimmte die Bevölkerung Schleswigs über ihre staatliche Zugehörigkeit ab. Erst der neue Grenzverlauf machte aus Flensburg eine unmittelbare Grenzstadt. Wie kam es zu dieser Abstimmung, und welche Auswirkungen hatte das Ergebnis für Flensburg und die Region? Wie hat die neue Grenze den Alltag geprägt und sich das Zusammenleben diesseits und jenseits der Grenze verändert? Wie identitätsstiftend kann es heute sein, zu einer Minderheit zu gehören? Und schließlich: Welche Chancen und Herausforderungen, welche kulturelle Vielfalt bringt die Grenzregion mit sich?

SG-Spieler Lasse Svan und Kirsten Nierhoff, Projekt-Koordinatorin.

Diesen und weiteren Fragen widmet sich diese Ausstellung an drei verschiedenen Standorten in Flensburg: auf dem Museumsberg, im Schifffahrtsmuseum und in der Dänischen Zentralbibliothek. Dabei kommen viele Personen und viele Sichtweisen kommen zu Wort und erzählen Grenzgeschichten aus 100 Jahren. Wer seine eigene Geschichte erzählen oder seine persönliche Perspektive teilen möchte, ist dazu an einer der interaktiven Mitmachstationen der Ausstellung oder in der App FLEO2020 herzlich eingeladen.

Museumsberg Flensburg
Museumsberg 1, Flensburg
Di-So 11.30-17 Uhr