1. Oh, Öko-Baum!

Jährlich werden etwa 25 bis 30 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft. 90 Prozent davon kommen aus Deutschland. Das ist schonmal gut, doch auch auf Nachhaltigkeit im Anbau sollten Käuferinnen und Käufer achten. Ökologische Weihnachtsbäume erkennt man am FSC-, Naturland- oder Bioland-Siegel. Einige regionale Forstbetriebe haben zwar kein Bio-Siegel, nutzen aber sogenannte Sonderflächen unter Strom- oder auf Leitungstrassen, auf denen sie heimische Christbäume anpflanzen.

2. Geschenke mit Sinn

Wer in diesem Jahr lieber Natur verschenken und etwas Gutes tun möchte, kann eine Patenschaft für ein Projekt einer Umweltschutzorganisation verschenken. Der NABU zum Beispiel setzt sich mit der Unterstützung der Pat:innen unter anderem für Wölfe in Deutschland oder für Meere ohne Plastik ein. 

3. Umweltfreundliche Deko

Vor dem Kauf neuer Weihnachtsdeko, kann man erst einmal sichten, was man bereits besitzt. „Das bewahrt vor Spontan-Käufen und Schnäppchen, die man eigentlich gar nicht braucht“, weiß NABU-Umweltexpertin Indra Enterlein. „Meistens haben wir viel mehr als wir denken. Der achtsame Umgang mit unseren Gegenständen schont Ressourcen. Was man nicht mehr nutzen möchte, kann man verschenken oder weiterverkaufen.“ Als umweltfreundliche Deko empfiehlt sie Nüsse, Holz, Plätzchen, Stoffbänder, Obst und Figuren aus Papier, Holz, Stroh oder Bienenwachs.

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4. Augen auf beim Lichterketten-Kauf

LED-Lichterketten sind in verschiedenen Formen und Farben für wenig Geld erhältlich. Die meisten werden mit Batterien betrieben. „Den Batteriebetrieb macht die LED-Technik überhaupt erst möglich, da sie weniger Strom benötigt. So sorgt die stromsparende Neuerung jedoch für mehr Batterie-Abfall“, sagt Indra Enterlein. Sie rät: „Besser Lichterketten mit Stecker kaufen oder solche, bei denen wiederaufladbare Akkus genutzt werden können.“ Von Lichtern mit Knopfzellen rät sie ab, denn diese können nicht durch Akkus ersetzt werden.

5. Morgen Kinder, wird’s Müll geben

Berge von Geschenkpapier und Verpackungsmaterial türmen sich nach dem Fest in und neben den Mülltonnen. Dabei muss es nicht immer neugekauftes Geschenkpapier sein, erst recht nicht besonders umweltschädliches alubeschichtetes Schmuckpapier. Als Alternative bieten sich Geschenkhüllen aus Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ an, fantasievoll bemalt oder mit Gebäck, Zweigen, getrockneten Blättern und Blumen beklebt. Geschenkpapier lässt sich zudem mehrfach verwenden, wenn man die Präsente vorsichtig auspackt. Wer eine Zeitung abonniert hat, muss noch nicht einmal Papier dazu kaufen. Auch Stoffreste eignen sich gut zum Verpacken und können zudem jedes Jahr weiter genutzt werden: Das ist praktisch und es entsteht kein Abfall. 

(Quelle: NABU)

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