Nieblum – Perle in der friesischen Karibik

Sprechende Grabsteine, blühende Alleen und Strandkorb-Romantik

Der Friesendom mit seinen sprechenden Grabsteinen ist immer einen Besuch wert (© lupico/AdobeStock)

Historische Kapitänshäuser, idyllische Gassen, blühende Rosengärten, gemütliche Cafés und eine traumhafte Natur: Nicht umsonst wird Nieblum häufig als schönster Ort auf Föhr bezeichnet und wurde 1979 sogar zum schönsten Dorf Deutschlands gekrönt. Wer seinen Urlaub auf der Nordseeinsel verbringt, sollte einen Besuch also auf keinen Fall verpassen.

Es scheint fast, als wäre die Zeit stehengeblieben, wenn man durch die mit Kopfstein gepflasterten Gassen und von Bäumen gesäumten Alleen des charmanten Friesendorfs streift. Staunend wandern die Augen über wunderschöne, reetgedeckte Häuser, liebevoll angelegte Gärten, Kunstgalerien und kleine Cafés. Die prächtigen Kapitänshäuser erinnern noch heute an die Zeit, in der sich wohlhabende Seeleute in dem einstigen Fischerdorf niederließen. An jeder Ecke möchte man verweilen, schauen und genießen. Den Streifzug vorzeitig zu beenden wäre allerdings ein Fehler, zu viel gibt es zu entdecken. Da ist zum Beispiel die imposante Kirche St. Johannis. Im Zwölften Jahrhundert erbaut, ist der „Friesendom” die größte der drei Inselkirchen. Dabei lohnt nicht nur ein Blick ins Innere und auf den kostbaren Schnitzaltar aus dem späten 15. Jahrhundert, sondern auch ein Spaziergang über den Friedhof. Viele Seeleute liegen dort begraben. Die Inschriften der „sprechenden” Grabsteine verraten Spannendes über das Leben der Verstorbenen und lassen die Besucher:innen in längst vergangene Zeiten eintauchen. 

Sterne kieken im Schlafstrandkorb

Beliebtes Ausflugsziel: Der feinsandige, weitläufige Strand von Nieblum (© AnnaReinert/AdobeStock)

Wer danach eine Pause einlegen möchte, tut das am besten in einem der Cafés bei einer Tasse original Föhrer Tee und einem leckeren Stück Friesentorte. Im Park an der Meere kann man danach entspannt im Strandkorb sitzen und die Wasservögel auf dem Teich beobachten, während die Kinder auf dem Spielplatz toben. 

Wer Nieblum nicht zu Fuß erkunden möchte, kann sich ein Fahrrad leihen. Das ist ohnehin das beliebteste Verkehrsmittel auf der Insel. Mit dem Drahtesel ist man schnell am feinsandigen, breiten Strand von Nieblum und Goting. Auf sechs Kilometern Länge lässt es sich hier herrlich baden, entspannen und abschalten. Ein besonderes Highlight ist eine Nacht im Schlafstrandkorb. Gemütlich eingemummelt mit dem oder der Liebsten den atemberaubenden Sternenhimmel zu bewundern, ist ein unvergessliches Erlebnis. Vom Gotinger Strand geht es dann zum bis zu neun Meter hohen Goting Kliff. An der einzigen Steilküste Föhrs wartet eine atemberaubende Natur. Ein Spaziergang lässt den Tag perfekt ausklingen. Inselherz, was willst du mehr?

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in den Sonnenuntergang