Kunstvoll eingedrehte Wäscheknäule, gefertigt aus Keramik, die an die Arbeit von Wäscherinnen denken lassen. Oder Geschirrhandtücher mit Stickereien, dessen quadratische Konturen QR-Codes mit Sinnsprüchen zeigen. Rund 55 Objekte, Installationen und Gewebebilder von Anke Müffelmann spielen mit Unsichtbarkeiten und Erinnerungen, mit gesellschaftlichen Codierungen und Verhaltensmustern. Das Wenzel-Hablik-Museum zeigt eine umfassende Auswahl von Werken der 1963 geborenen Kieler Künstlerin, die zu den wichtigsten Keramikkünstlerinnen des Landes gehört. Für diese Schau setzt sich Anke Müffelmann künstlerisch mit den Werken des Künstlerpaares Wenzel Hablik und Elisabeth Hablik-Lindemann auseinander. Vor allem der Musterschatz und die Vielfalt der Webprodukte der Handweberei Hablik-Lindemann inspirierten sie. Das Arbeitsfeld der Handarbeit untersucht sie bereits seit einigen Jahren. Sie interessiert sich dabei für feministische und gesellschaftliche Themen und richtet zudem ihr Augenmerk immer wieder auf Erinnerungskultur.

Wenzel-Hablik-Museum
Reichenstr. 21, Itzehoe
Di-Sa 14-17 Uhr, So + Feiertag 11-17 Uhr
Aktuelle Informationen: www.wenzel-hablik.de

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