Diese Sonderausstellung im Gottorfer Kreuzstall widmet sich den Anfängen der modernen Kunst in Deutschland. Um 1870 trat in Frankreich eine neue Kunstströmung hervor, die besonders die Darstellung von Licht und Atmosphäre in den Mittelpunkt stellte – der Impressionismus. Er wurde bald auch von Künstler*innen in Deutschland aufgenommen und blieb hier bis weit ins 20. Jahrhundert hinein eine der wichtigsten modernen Kunstrichtungen. Die Ausstellung zeichnet diese Erfolgsgeschichte nach: Sie zeigt den Impressionismus als „Kunst des modernen Lebens“, die ganz besonders das selbstbewusste großstädtische Bürgertum ansprach und sich in vielfältiger Weise mit den neuesten technischen Entwicklungen – insbesondere mit der Fotografie – auseinandersetzte. Gleichzeitig bedienten die deutschen impressionistischen Künstler*innen aber auch das Bedürfnis nach Darstellungen unberührter Natur und idyllischer Landschaften.

Max Slevogt – Porträt einer jungen Dame mit Violine, 1911

Die Schau beginnt mit Papierarbeiten von französischen Künstlern wie Paul Cézanne, Edgar Degas, Edouard Manet, Auguste Renoir, Paul Signac und Henri de Toulouse-Lautrec.
Eindrucksvolle Bilder von Christian Rohlfs, Hans Olde und Max Liebermann zeigen, wie deutsche Künstler ab den 1880er Jahren erste impressionistische Elemente in ihre Kunst aufnahmen. Lovis Corinth, Walter Leistikow und Max Slevogt sind mit wichtigen Arbeiten vertreten, ebenso Lesser Ury. Weitere gezeigte Werke stammen von Gotthardt Kühl, Maria Slavona, Thomas Herbst, Ernst Eitner, Heinrich Kühn sowie Emil Nolde, Wenzel Hablik und Arthur Illies.

>> Schloss Gottorf – Landesmuseen SH
Schlossinsel 1, Schleswig
Tel. 04621 / 813222
www.landesmuseen.sh

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