Das idyllische Dorf Bissee liegt umgeben von Feldern, Wiesen und Wald 20 Kilometer südlich von Kiel in einer typisch Schleswig- Holsteinischen Landschaft. In der Nähe ist der Bothkamper See und durch das Dorf selbst fließt die Eider. Jedes Jahr zieht Bissee mit einer internationalen Skulpturenausstellung unter freiem Himmel Kunstbegeisterte hierher. In diesem Jahr sind 33 Werke von 25 Künstler*innen aus Deutschland, Dänemark und Serbien in der herrlichen Landschaftgalerie zu sehen. Die Skulpturen stehen auf Feldern und Höfen, in Vorgärten sowie am Straßenrand und können noch bis zum 17. Oktober kostenfrei 24 Stunden am Tag betrachtet werden.

Der Verein Skulptur in Bissee

Hinter der Ausstellung steht der Verein Skulptur in Bissee. Dieser präsentiert seit 1998 die jährlich wechselnde Ausstellung im gesamten Dorf, in dem viele der 200 Bewohner*innen Flächen auf ihren Grundstücken zum Aufstellen der Kunstwerke zur Verfügung stellen. Ein wichtiger Ideengeber – und auch ausstellender Künstler – ist der Bildhauer Jörg Plickat. Der Verein selbst wird von zwölf ehrenamtlichen Aktiven getragen und von vielen Sponsor*innen unterstützt.

Uschi Koch/Aurel Rückner – Begegnungen II (Detail)

Großes Engagement

Maßgeblich zum Erfolg des Vereins Skulptur in Bisse trägt dessen Gründungsmitglied Egon Blitza bei. Egon Blitza engagiert sich mit seinem Unternehmen GRÜNWERK GmbH im Bereich der Ökologie, Landschaftspflege, Freiflächengestaltung und anderem mehr. Im Bereich der Kunst wiederum ist Egon Blitza ebenfalls sehr aktiv und betreibt in Neumünster die Bürgergalerie sowie den Lindenhof, wo beiderseits jeweils regelmäßig Ausstellungen stattfinden. Egon Blitzas Arbeit für den Verein Skulptur in Bissee und damit verbunden den Skulpturen-Sommer ist von unschätzbarem Wert.
Die zweite wichtige Person beim Verein Skulptur in Bissee ist Karin Russ. Sie führt als Vorsitzende die Geschicke des Vereins. Mit ihrem Unternehmen RUSS Einrichtungen ist sie dazu auf dem Antik-Hof Bissee direkt vor Ort vertreten. RUSS Einrichtungen gehört wie auch das Restaurant, das Gartenhaus und die Hochzeitsscheune zu den Highlights in Bissee und wird von allen Kunstfreunden
immer gern besucht.

Claus Görtz – Vergänglichkeit

Eine sagenhafte Landschaftsgalerie

Trotz erschwerter Bedingungen ist es dem Verein Skulptur in Bissee, nachdem im letzten Jahr die Schau ausfallen musste, dieses Jahr wieder gelungen, großartige und absolut sehenswerte Kunstwerke ins Dorf zu holen.
Das Thema der Ausstellung ist „Körper“ und die Vereinsvorsitzende Karin Russ sagt dazu, dass das „Ausstellungsthema eine große Interpretationsweite“ zeige sowie „interessante Assoziationsketten“ ermöglichte. Und weiter stellt sie fest: „Körper – im Einzelnen wie auch in der Mehrzahl – setzt Bewegung und Energie voraus. Körper sind Grundlage von Beziehungen, sie vermitteln Verhältnisse. Entsprechend vielfältig sind auch die Werke, die uns die Künstlerinnen und Künstler zu Verfügung gestellt haben.“

Vielgestaltige Kunst

Wer durch das Dorf von Skulptur zu Skulptur geht, wird genau diesen Facettenreichtum entdecken können. Da steht das riesige „Glückstor“, dort der „Einhornmops“, andernorts die „Schwangere Vogelfrau“. Auf dem Dorfplatz ist einer der Höhepunkte der Schau sicherlich die Skulptur „Allegorie“ von Benjamin M. Fock. Und auch Jörg Plickats „Flight“ sowie „Begegnungen II“ von Uschi Koch sind absolut faszinierende Werke. Ebenso beeindruckend sind aber auch kleinere Arbeiten wie etwa „Maske auf – Abstand halten“ von Peter Bergmann. Die Aufzählung könnte so immer weiter fortgesetzt werden, doch macht man am besten selbst einen Ausflug nach Bissee – er lohnt sich in vielerlei Hinsicht.

Das Gartenhaus auf dem Antik-Hof Bissee

>> www.skulptur-in-bissee.de

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