Die eigene Vergangenheit kennen

Ausstellung „Grenzgeschichten“ in Lübecker Schulen verlängert

„Berlin wird leben und die Mauer wird fallen!“, sagte Willy Brandt 1989. Bis heute erinnert Deutschland jedes Jahr an dieses ganz besondere Ereignis. (Foto: Adobe/Delphotostock)

Dass Deutschland nicht immer so geeint war, wie man es heute kennt, ist vor allem für jüngere Menschen oft schwer vorstellbar. Anlässlich des 30. Jubiläums der Wiedervereinigung hat die Hansestadt Lübeck zusammen mit Historiker*innen eine Wanderausstellung erarbeitet, die durch Lübecker Schulen tourt – jetzt wurde die Schau bis Juni 2021 verlängert.

Die Ausstellung „Grenzgeschichten“ nähert sich aus regionalgeschichtlicher Perspektive der deutschen Teilungsgeschichte nach 1945. Die Begleitangebote für Schülerinnen und Schüler behandeln die Themen „Kalter Krieg“, „Eiserner Vorhang“ und „Freiheit“. Ergänzt wird die Ausstellung durch den Dokumentarfilm „Bis an die Grenze – Der private Blick auf die Mauer“ von Claus Oppermann und Gerald Grote, der Amateurfilmaufnahmen mit beeindruckenden Zeitzeugengesprächen verbindet.

Die Mauer fiel 1989, doch bis zur Wiedervereinigung verging noch ein Jahr. (Foto: Adobe/Caroline Sturm)

„Nur wenn wir unsere eigene Geschichte der Teilung kennen, wenn wir erkennen, was Menschen in unserem Land bewegen können, dann sind wir ein starkes Land. Deshalb ist eine Ausstellung wie diese wichtig, um nachfolgenden Generationen zu verdeutlichen, was passieren kann, wenn die Freiheit und die Rechte eines jeden einzelnen nicht mehr gewahrt sind. Diese Ausstellung soll einen Beitrag zur Demokratiebildung leisten und Schüler*innen motivieren, sich mit der Deutsch-Deutschen Teilung auseinanderzusetzten“, so Bürgermeister Jan Lindenau.

Das Kulturbüro der Hansestadt Lübeck verleiht die Ausstellung an weitere Bildungseinrichtungen noch bis zum Juni 2021. Bei Interesse kann sich per Mail an kulturbuero@luebeck.de gewandt werden.