„Werner Scholz. Menschenbilder 1927-37“ werden im Ernst Barlach Haus – Stiftung Hermann F. Reemtsma noch bis zum 9. Juni gezeigt.

„Scholz ist wesentlich, weil er Inhalte unserer Zeit, die uns alle angehen, hinstellt, und weil er formal wirklich etwas riskiert.“ Die Qualitäten, die der Kunstkritiker Kurt Kusenberg 1932 dem Berliner Maler Werner Scholz (1898-1982) bescheinigte, beeindrucken noch heute. Ausdrucksstark und empathisch widmete sich Scholz Kleinbürger- oder Halbweltexistenzen und schaute auf die eher dunklen Seiten der Zwischenkriegsjahre: Mittellose und Trauernde, Flüchtende und Zurückbleibende sind seine Protagonisten – würdevolle Gestalten von eindringlicher Präsenz. Die Schau verleiht den Berliner Jahren des Künstlers durch die Präsentation von rund 40 Gemälden und Pastellen, ergänzt um historische Werk- und Ausstellungfotografien aus dem Nachlass des Künstlers, erstmals klarere Konturen. So werden Facetten einer bemerkenswerten Malkunst sichtbar: Auf ungewöhnliche Weise verbindet sie großstädtische Berliner mit dörflichen Tiroler Lebenswelten, und eigenwillig changiert sie dabei zwischen gemäßigtem Expressionismus und neusachlichem Realismus. Weitere Informationen finden Sie unter www.barlach-haus.de.

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