„»What a family!« Die Manns von 1945 bis heute.“

Bis 19. November

links: Familienfoto Leonie mit Vater Heinrich Mann und Maria Kanová, 1921 (© Akademie der Künste Berlin/Heinrich-Mann-Archiv).
rechts: Begräbnis Thomas Mann 1955 (© Keystone Thomas-Mann-Archiv der ETH Zürich).

Die Zugehörigkeit zu einer berühmten Familie bietet nicht nur Vorteile, sondern kann auch eine schwere Bürde bedeuten. Die Kinder der berühmten Schriftsteller Heinrich Mann (1871-1950, eine Tochter) und Thomas Mann (1875-1955, drei Töchter und drei Söhne), die alle im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts in München geboren wurden, sind mit dem „Schatten“, den ihre erfolgreichen und bekannten Väter warfen, unterschiedlich umgegangen. Diese Sonderausstellung im Lübecker Buddenbrookhaus, in der neue Formen der Vermittlung im Hinblick auf den Umbau des Hauses erprobt werden, widmet sich den Nachfahren von Heinrich und Thomas Mann nach 1945 bis in die Gegenwart.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fehlt der Familie der innere Zusammenhalt, den der gemeinsame Kampf gegen den Nationalsozialismus hervorgebracht hatte. Neue politische, persönliche und berufliche Ziele müssen gesucht werden. Als wenig später die großen Väter sterben, Heinrich 1950 und Thomas Mann 1955, scheint der Weg frei für die Nachkommen, eigene Wege einzuschlagen. Welchen Lebensentwürfen folgen die Kinder der berühmten Brüder zwischen Familienzugehörigkeit im Schatten der Väter und der Suche nach der eigenen Identität? In der Ausstellung werden diese Lebenswege, die Verbindungen der Familienmitglieder untereinander sowie ihr Wirken ab 1945 vorgestellt. Kurz: Was heißt es, ein/e Mann zu sein?

Buddenbrookhaus
Mengstraße 4, Lübeck
Mo-So 10-18 Uhr

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