Lebendige Kunst gehört unter Menschen

von Marianne Dwars


Am 1. Augustwochenende lebt das beschauliche Dorf Wacken bei Itzehoe im Ausnahmezustand. Jahr für Jahr pilgern 75 000 Fans zum Heavy-Metal-Festival und erobern die Wiesen zum Feiern und Campen. An einem geht dieser riesige Ansturm vorbei. Abseits des Trubels steht der „Kleine Prinz“ auf dem Marktplatz.

Die Wackener wollten zur 850-Jahr- Feier ihren Marktplatz neu gestalten. Sie beauftragten den Neumünsteraner Künstler Hilmar Friedrich, der eine Gegenüberstellung von Prinz und Fuchs nach „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry am Brunnen vorschlug. Da aber zwei Skulpturen zu teuer waren, entschieden sich der Künstler und die Gemeinde für den Prinzen mit einem Fuchs im Arm. Am 1. Mai 1998 wurde die 1,65 Meter große Plastik aus Bronze auf einem Findling vor der Schule eingeweiht.

Das 65 Zentimeter große Modell ließ Friedrich ebenfalls in Bronze gießen und übergab es im Oktober 1998 dem damaligen Stadtpräsidenten Helmut Loose. Dabei hatte sich der Künstler für den zarten Jungen mit dem Fuchs schon einen Standort in seiner Heimatstadt Neumünster ausgesucht. Er fand seinen Platz am Eingang der Lütjenstraße auf dem Großfl ecken auf einem Sockel neben einem schneckenförmigen Brunnen von Hans G. Rogalla. Hier ging der Wunsch des Künstlers voll in Erfüllung, der mit dem kleinen Prinzen und dem Fuchs eine Symbolfi gur für Begegnungen schuf. Tag für Tag ist sie Mittelpunkt des Stadtlebens und erfreut Jung und Alt.

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