Lars Käker – Ein Grenzgänger des Porträt

Bis 19. August

Lars Käker – Graues Quadrat, 2017 (Ausschnitt)

Lars Käker, 1971 auf Fehmarn geboren, hat sich auf das Porträt spezialisiert. Seit 20 Jahren malt er fotorealistisch in Öl Bildnisse von Menschen. Er bildet sie nicht nur ab, sondern er malt ihr Wesen, entdeckt und beleuchtet ihre Persönlichkeiten. Der Maler treibt ein Spiel mit der inneren und äußeren Wahrnehmung und beschreitet damit eine Grenze. Mit optischen Verfremdungen, farblichen Eingriffen und ungewöhnlichen Bildausschnitten stellt er unsere Sehgewohnheiten auf den Kopf. Gerne beleuchtet er Menschen aus sogenannten sozialen Randgruppen und trifft somit kritisch aber auch ironisch-grotesk Aussagen über die Gesellschaft.
Diese Ausstellung des Ernst Ludwig Kirchner Vereins Fehmarn ist zweigeteilt: Im Senator Thomson Haus ist der erste Teil zu sehen und in der St. Nikolai Kirche tritt der zweite Teil der Ausstellung in einen Dialog mit den Epitaphien und christlichen Memoria. Gemeinsam vergegenwärtigen die Bildnisse die Mechanismen des Erinnerns und zeigen das Erinnerungen nicht in festen, unveränderlichen Blöcken abgespeichert werden, sondern bei jedem Vorgang eines Erinnerns diese neu konstruiert werden.

Senator-Thomsen-Haus/St. Nikolai Kirche
Breite Straße 28 und 47, Burg auf Fehmarn
Tägl. 11-17 Uhr