Heide, Moor und Birken. Otto Modersohn und die Worpsweder

Bis 14. Juli

Otto Modersohn – Sturm im Teufelsmoor, 1930

Otto Modersohn (1865–1943) gehört zu den Gründungsmitgliedern der niedersächsischen Künstlerkolonie Worpswede, die zu den bekanntesten Künstlerkolonien Europas an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zählt. Im Sommer 1889 kam der aus Soest stammende Landschaftsmaler mit seinen Kollegen Fritz Mackensen und Hans am Ende erstmals hierher und wurde ganzjährig in dem reizvollen Dorf im Teufelsmoor bei Bremen ansässig. 1894 gründeten sie mit Heinrich Vogeler und anderen die „Künstler-Vereinigung Worpswede“. Nach dem Tod der Künstlerin Paula Modersohn-Becker, die er 1901 geheiratet hatte, zog Modersohn 1908 ins nah gelegene Fischerhude und fand fortan seine Motive vor allem in der malerischen Wümmeniederung.

Heinrich Vogeler – Teich und Insel des Barkenhofs, 1912

Modersohn und seine Malerkolleginnen und -kollegen waren fasziniert von der weiten Landschaft mit ihren Torfkanälen, in denen sich der hohe Himmel spiegelt. Heide, Moor, Birken und Gehöfte mit tief herabgezogenen Dächern sind die wiederkehrenden stimmungsvollen Motive der Künstler, die sie direkt vor der Natur malten. Unsere Bildauswahl, die überwiegend aus der Ansbacher Kunsthandlung und Galerie Dr. Nöth kommt, umfasst neben den Arbeiten Otto Modersohns auch Werke von Hans am Ende, Paula Modersohn-Becker, Hermine Overbeck-Rohte und Heinrich Vogeler.

Museum Eckernförde
Rathausmarkt 8, Eckernförde
Di-Fr + feiertags 10-12.30 Uhr + 14.30-17 Uhr, Sa + So 11-17 Uhr