Erdbeerliebe

Erdbeeren sind die Glücklichmacher der Saison! Sie sind der Inbegriff von sommerlicher Süße und ihr unwiderstehliches Aroma lockt alljährlich ganze Familien auf die Erdbeerfelder zum Selberpflücken. Am besten erntet man aber in den eigenen Reihen zuhause im Garten oder auf dem Balkon. Der Erdbeeranbau ist gar nicht schwer, wenn man ein paar einfache Regeln beherzigt.

Genau genommen sind Erdbeeren gar keine Beeren, sondern Sammelnussfrüchte. Sie gehören nicht nur zu unseren beliebtesten Früchten, sie sind auch sehr gesund und lassen sich problemlos im Garten oder auf dem Balkon kultivieren. Erdbeeren lieben einen Platz in voller Sonne und einen lockeren, nährstoffreichen Boden. Der Standort sollte windgeschützt, aber nicht völlig windstill sein.

So wird gepflanzt

Die beste Pflanzzeit ist Ende Juli bis Mitte August, aber auch im Frühling können sie noch gepflanzt werden. Lockern Sie den Boden tiefgründig und arbeiten Sie reifen, abgelagerten Kompost ein, entfernen Sie außerdem Unkraut gründlich. Setzen Sie die Jungpflanzen im Abstand von etwa 25 bis 30 cm in Reihen, die jeweils ca. 60 bis 75 cm voneinander entfernt sind. Die Pflanzen so tief einsetzen, dass ihre Herzknospe über der Erdoberfläche liegt und die Wurzeln nicht geknickt werden. Frisch gepflanzte Erdbeeren müssen regelmäßig gewässert werden, ältere nur bei heißem und trockenem Wetter. Gießen Sie wenn möglich den Boden, damit die Früchte nicht nass werden (das kann zu Grauschimmel führen!) Wechseln Sie alle 2-3 Jahre den Standort für Ihre Erdbeerreihen, da das Obst großen Nährstoffhunger hat.

Schutzmaßnahmen ergreifen

Verteilen Sie eine zwei bis drei Zentimeter dicke Mulchschicht aus Stroh rund um die Pflanzen. Das hält die Feuchtigkeit im Boden, was dem hohen Feuchtigkeitsbedarf der Pflanzen besonders bei der Fruchtbildung zugutekommt. Außerdem hält es Unkräuter fern, und die empfindlichen Früchte bleiben schön sauber und trocken. Und ganz nebenbei mögen Schnecken nur ungern über die pieksigen Strohhalme kriechen! Ebenso sollte man rechtzeitig Vogelschutzmaßnahmen ergreifen, um ungebetene Gäste vom Naschen abzuhalten. Stecken Sie ein paar Holzpflöcke in die Erde, Blumentopf drauf, Netz drüber – fertig!

Wie im echten Leben: Nachwuchs fördern

Erdbeeren bilden reichlich sortenreine Ableger. Diese sollte man nur von gesunden, wüchsigen Mutterpflanzen nehmen; die „Neulinge“ tragen im Idealfall schon drei bis vier kräftige Blätter. Die Ableger werden mit einer scharfen Gartenschere vorsichtig abgeschnitten. Sie können die Ableger direkt ins Beet setzen oder in mit Komposterde gefüllten Töpfen vorziehen und dann auspflanzen. Die Nachwuchsförderung macht gleich doppelt Sinn: Zum einen schont man mit den eigenen Ablegern den Geldbeutel. Zum anderen tragen Erdbeeren im ersten Jahr eher spärlich, im zweiten reichlich und im dritten Erdbeerjahr lässt ihre Energie schon wieder nach. Insofern ist es sinnvoll, wenn man rechtzeitig für Nachschub an Jungpflanzen gesorgt hat. Wer allerdings definitiv keine Jungpflanzen braucht, schneidet die Ableger ab, da sie der Mutterpflanze unnötig Kraft entziehen, die sie besser für einen kräftigen Fruchtansatz gebrauchen kann.

Komfortzonen einrichten

Üblicherweise werden Erdbeeren in Reihen gepflanzt, wo man sich nach den süßen Früchten bücken muss. Aber natürlich können Sie ihre Erdbeerkultur auch einfach auf ein anderes Niveau heben: Setzen Sie die Pflanzen in Balkonkästen, Blumenampeln oder ins Hochbeet. Alternativ kann man Erdbeeren auch prima in Pflanzsäcken ziehen und diese auf eine selbstgebaute Holzstellage legen. In entsprechender Höhe können Sie Ihre Erdbeeren bequem und rückenfreundlich im Stehen pflegen und ernten.

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